Sonntag, 28. August 2011

Halbzeit!



Letzte Woche habe ich das erste Mal  bei den Mädels im Heim geschlafen und auch direkt bei  Ihnen im Schlafraum unten. Das war ihr Wunsch, da  sie sich dann sicherer fühlen, wenn auch einer vom Personal unten schläft und da die Matron frei  hatte habe ich das übernommen. Also ging ich gegen halb 10 abends mit den Großen zusammen ins Bett war  aber überhaupt nicht müde. Deshalb habe ich noch ein bisschen gelesen, da ich schnell müde werden sollte, denn aufstehen ist hier 6:00 Uhr. Wie erwartet half auch das lesen nicht und mein letzter Blick ging gegen 1 Uhr nachts auf die Uhr. Ich hatte nämlich auch das Glücksbett bekommen, direkt neben der brennenden Lampe. Nach dem auch ich dann endlich eingeschlafen bin, wurde ich gefühlte 5 Minuten später von der inzwischen vertrauten Glocke geweckt und dachte nur das kann nicht deren Ernst sein. Tot müde ging ich dann mit den Mädels zum Waschen und Zähne putzen. Danach gab es erstmal einen leckeren Milktea und nach ein wenig Gartenarbeit dann auch Frühstück. Keine Brötchen, kein Rührei, kein Obst, keine Cornflakes, nicht einmal Rice & Curry NEIN es gab Nudeln!!! Fand ich gar  nicht schlecht.  Es war eine schöne Erfahrung im Heim zu schlafen, da man abends bei den Gesprächen gemerkt hat, dass die Mädels sich mehr öffnen, wenn sie wissen, dass man immer da ist.
Den Morgen über war ich sehr müde, bis ich hörte, dass wir wieder an den Strand gehen heute. Das war wieder wunderschön und ich war sehr enttäuscht, dass ich meine Kamera wieder vergessen hatte, da ich gerne von diesem Elan und der Lebensfreude, die immer in den Mädels aufblüht, ein Foto gemacht hätte. Naja wir werden hoffentlich nochmal an den Strand gehen, sonst bleiben die Bilder nur in meinem Kopf :)


Am  Ende Woche hatte ich beschlossen einen 3-Tage-Trip anzugehen.Mein Weg führte mich zuerst nach Colombo. Nach 2 Stunden stehen im überfüllten Bus, kam ich endlich an der Busstation an und fuhr mit einem Tuktuk zum Immigration Center um mein Visa zu verlängern. Nachdem ich endlich meinen Zettel abgegeben hatte, durfte ich noch 2 Stunden warten, bevor ich meinen Reisepass endlich wieder in der Hand hatte und gehen durfte. Während des Wartens sprach mich ein Mädel an, das aus Süddeutschland kam und an meinem deutschen Buch erkannte, dass ich ihre Sprache spreche. Sie hieß Janina und arbeitet auch in einem Kinderheim in Negombo. Sie ist nur 6 Wochen in ihren Sommerferien hier und wird danach ihr Abi machen. Es war sehr schön sich mit einer Deutschen zu unterhalten und auch noch so ziemlich das gleiche Erfahren zu haben. Wir tauschten Nummern aus und vielleicht treffen wir uns zum nächsten 3-Tage-Trip an der Ostküste. Nachdem ich den Ausgang aus dem Immigration Center gefunden hatte, wo einige peinlich gekleidete Europäer herumliefen, die meinen, sie müssten den Hindu-Style imitieren, herumliefen ( Da hat man sich echt geschämt weiß zu sein. ) , machte ich mich auf den Weg quer durch Colombo. Zuerst ging ich glaube ich 2 Stunden einfach planlos durch die Straßen und beschloss dann mir die großen Shoppingcentren anzusehen. Also fuhr ich mit einem Tuktuk nach Majestic City (einer Shopping-mall)  und setzte mich zuerst in den Food-court um etwas zu essen. Der einzige Platz an einem Tisch, wo weder aufmüpfige singhalesische Kerle oder finster guckende Muslime saßen, war bei einer singhalesischen Omi mit ihren beiden Enkeln, die ein bisschen komisch aussahen muss ich zugeben… Aber dieses Bild verschwand ganz schnell , da sie super Englisch sprachen und ich mich gut mit ihnen unterhalten habe, als ich mir mein Thai-chicken reinpfiff. Sie haben mir auch erklärt wie das Bahnfahren funktioniert und mir den Weg nach Galle erklärt, wo ich erst geplant hatte hinzufahren.  Nach der netten Unterhaltung sah ich mich ein wenig im Shoppingcenter um und merkte, dass es mir schwer viel mich auf Sachen so konzentrieren bei all den nervigen Blicken der männlichen Singhalesen. InMajestic City fand ich nichts Tolles und machte mich auf den Weg zum House of Fashion, dass die merkwürdigen Enkel mir empfohlen hatten. Ebenfalls schreib Janina mir, dass man dort günstig wegkommt. Ja, wenn man den auf die singhalesische Mode steht, was bei mir nicht so der Fall ist. Gegen 16 Uhr fuhr ich dann zurück nach Pettah wo der Markttrubel zu dieser Zeit ganz besonders sein soll. Ich muss sagen es war sehr schwer sich überhaupt auf dem Markt zu bewegen, ohne dabei vom Tuktuk überfahren zu werden oder von einem Händler in seinen Schuhladen geschliffen zu werden. Dann hatte ich genug von dem Markt der aussah wie Türkei vor 15 Jahren und wanderte ein bisschen in Richtung Beach. Machte hier und dort ein schnelles Foto aber musste feststellen, dass ich Colombo im Großen und Ganzen nicht so berauschend fand. Und ich bin auch nicht so der Fan von botanischen Gärten. Irgendwann gegen Abend saß ich völlig platt auf einem Kantstein und überlegte wo ich den wohl einchecke zum Schlafen.  Mama hatte mir ein cooles Hotel empfohlen, das relativ günstig war und auch noch einen Pool hatte. Also musste ich wieder ein Tuktuk nehmen und diesmal hat der Fahrer mich richtig übers Ohr gehauen. Er schrie mich förmlich vor dem Hotel an und versuchte mich total abzuzocken ich bezahlte weniger als er verlangte aber trotzdem viel zu viel, aber ich bekam echt Angst vor diesem Fahrer. Ich versuchte den Gedanken an den blöden Fahrer einfach herunterzuschlucken und freute mich einfach auf ein leckeres Essen und auf das Baden im Pool am nächsten Morgen. Das Essen war unglaublich günstig und lecker und ich legte mich glücklich in mein riesiges Bett auf dem ich vorher erst mal ein bisschen herumgehüpft bin. Ja man kann auch alleine Spaß haben hahaha.

Am nächsten Morgen stand ich um 7 Uhr auf und freute mich tierisch auf das Frühstücksbuffet. Super leckeres Ei mit Bohnen und Speck und kleine Brötchen mit Käse und Croissants und Pancakes und Früchte soooo lecker. Gestärkt beschloss ich dann eine Runde im Pool zu drehen, ging aber vorher lieber noch zur Rezeption und fragte, ob man den wirklich „wie Europäer“ baden darf, d.h. in Bikini. Sie nickten ganz schnell und riefen „YEEES! OF COURSE!“ . Zufrieden zog ich meine Badesachen an und ging an den Pool. Rein zufällig versammelte sich gerade das ganze Hotel Personal um den Pool und betriebt Alibi-Putzen. Selbst die Kellner vom Frühstück wurden plötzlich zum Pool-man. Ich beschloss mein T-Shirt anzulassen und schwamm meine paar Bahnen. Mir war echt unwohl dabei und das ärgerte mich wirklich. Dennoch erfrischt stieg ich aus dem Pool und wickelte mich ganz schnell in mein Handtuch ein. Den Gesprächen wich ich gekonnt aus und bei der Frage nach meiner Zimmernummer antwortete ich immer 1222, obwohl das Hotel nicht mal so viele Zimmer hatte hihi. Ich hoffte sie würden verstehen. Nachdem ich meinen kleinen Rucksack wieder gepackt hatte, ging ich zur Rezeption und entschied mich nach einer längeren Beratung um und machte mich auf den langen Weg nach Kandy, um dort Elefanten zu sehen und den Zahntempel zu besuche.
Ca. 3 Stunden saß ich auf der Wagonverbindung zusammengequetscht mit einem französischen Pärchen und hielt mich fest und hoffte bitte nicht vom Zug zu fliegen. Das war eine zum Teil schreckliche,  aber auch total witzige Fahrt. Es ging quer durchs Bergland und die Natur war wunderschön. Palmen die am Rande des Flusses ins Wasser ragten und viele Tiere. Eigentlich wollte ich zum „Elephantophanage“ nahe Kandy, ließ mich aber leider vom Tuktukfahrer überreden zu einem anderen Ort zu gehen, wo ich Elefanten sehen und auch reiten könnte. Ich dachte mir wieso nicht und fuhr zu diesem anderen Ort. Doch ich war ein wenig enttäuscht, da mir die Elefanten sehr leid taten und es auch nur 3 Elefanten gab die festgekettet waren. Naja aber der Elefant schien wenigstens ein bisschen Spaß zu haben mit mir durch den Busch zu laufen.
Nach meinem Besuch bei den Elefanten nahm ich den nächsten Bus nach Kandy City und nach 1 ein halb Stunden erreichte ich Kandy. Erst sah ich mich ein wenig um und genoss den Anblick von Kandy Lake und suchte mir etwas Leckeres zu essen. Nachdem mir ein kleines singhalesisches Mädchen an einem Stand ein Armband schenkte, war es höchste Zeit in den Tempel zu gehen, da um 18:30 die tiefen Tore zum Eckzahn Buddhas geöffnet werden und eine Zeremonie startet. Das wollte ich natürlich nicht verpassen und beeilte mich. Die Frau am Eingang ließ mich  nur leider nicht rein weil mein T-Shirt mit Ärmeln dennoch zu freizügig war. Ich hatte aber leider zufällig bei 35 Grad kein langärmliges dabei und beschloss deshalb mir einfach meine Leggings über die Arme zu ziehen. Was tut man nicht alles für Buddha, denn ich durfte dann hinein. Die Zeremonie war cool mit Trommeln und Flöten wurden die Tore geöffnet und für die Buddhisten war das ein großer Moment. Einige Mönche betraten den geheimen Raum und beteten. Weiter oben im Tempel legten die Menschen tausende von Blumen nieder und beteten. Ganz viele kleine Babys wurden vor die Zahntür gelegt und die Eltern beteten. Danach sah ich mir noch ein wenig die Geschichte des Tempels an und den Elefanten, der vor kurzem gestorben ist, der auf der „Perahera“ den Zahn durch die Stadt führt und ausgestopft wurde. Später zündete ich noch einLicht an für meine Familie und Freunde und hatte ein tolles Erlebnis im Tempel. Es war leider schon sehr dunkel nach meinem tempelbesuch, sodass ich nicht mehr viel Zeit hatte um mich umzusehen, da ich nicht im Dunkeln, allein durch eine fremde Stadt laufen wollte. Also ging ich auch bald in mein Hotel und machte es mir bequem im gemütlichen Bett und ich genoss es einfach mal ein bisschen TV zu glotzen. Das war toll :)
Am nächsten Morgen war ich wieder zu motiviert beim Frühstück und hab ganz viel gegessen, da ich wusste, dass ich eine lange Reise nach Negombo vor mir hatte. In den Pool ging ich einmal kurz am Morgen vor dem Frühstück, wurde zwar wieder begafft aber danach war ich sehr wach und fühlte mich fit. Also ging es wieder in den Zug Richtung Negombo. Jedoch fuhr der Kandy Train nicht direkt zu Negombos Railway und ich musste wieder Richtung Colombo. Nach 3 Stunden im Zug, diesmal aber mit Sitzplatz, stieg ich um in einen Bus nach Negombo der eine weitere Stunde fuhr. Es war ein langer Weg und ich erreichte endlich Negombo. Ich hatte gehört man könnte dort gut shoppen gehen und versuchte mein Glück. Fand aber nicht wirklich etwas, traf aber 2 Australierinnen die gerade angekommen waren und auch noch super planlos waren. Es war sehr cool sich mit den beiden zu unterhalten und wir schlenderten zusammen ein wenig durch die Straßen aber fanden keine tollen Läden, wo man so wunderbar shoppen konnte. Also machten die beiden sich auf den Weg nach Hause und ich ging noch ein wenig über den Markt und suchte dann meinen Bus Richtung Marawila. Als ich ihn endlich fand, war er leider schon rappel voll und ich durfte wieder stehe  und klebte mit meiner Wange an der Scheibe weil noch mehr und noch mehr Menschen in den Bus einstiegen. Das war eine schreckliche Rückfahrt und ich war super froh endlich unter der Dusche bei frank und Julia zu stehen.
Das war ein sehr aufregender Trip für mich, vor allem weil ich ganz allein war und viele lustige Menschen kennengerlernt habe. Dennoch muss ich sagen, dass es schöner gewesen wäre wenn noch jemand dabei gewesen wäre. Dann hätte ich mich wahrscheinlich auch mal richtig konzentrieren können auf das was ich tue und hätte die ganzen Blicke vielleicht öfter vergessen können. Abends im Hotelzimmer fühlte ich mich auch manchmal etwas einsam und freute mich so sehr auf die Mädels im Angels Home. Jetzt bin ich wieder da und es ist schön wieder hier zu sein und die Erfahrungen in aller Ruhe sacken lassen zu können.

Mittwoch, 24. August 2011

3 Tage Trip !


Hallöchen meine Lieben, ich bin jetzt erstmal für drei Tage unterwegs in Sri Lanka Richtung Süden und Visum verlängern und so. Das heißt mein Bericht kommt wahrscheinlich erst Sonntag und dann aber ein langer mit den Erfahrungen aus dem Heim letzte Woche und der Reise eingeschlossen. Ich freu mich drauf. Bis bald <3
Lisi

p.s. solange hier nochmal ein paar Bildchen :)







Sashini und Achini :) die beiden Grinsebacken!






Ich mit den kleinen (v.l) Sashini, Nawanjena, Achini, Nandika, Ich, Padmini, Nirosha und Udenika :)




beim Tuschen !



Sodi präsentiert mein Kunstwerk (schauen Sie genau hin, Frau Thieser-Semmel hahahha)



Schlange aus dem Garten (Bonnie und Clyde haben sie schon gekillt!)

Mittwoch, 17. August 2011

Vom Kulturschock zum heimischen feeling – Ende der dritten Woche


Die dritte Woche hat sehr schön für mich angefangen, da ich nach 3 Wochen Stillstand endlich wieder ein Lebenszeichen von Lennart bekommen hatte. Der  seiner staubigen Miene und den `netten` Männern  im Nationalpark von Queensland entflohen ist. Schön,  dass du wieder da bist :) 
 
 Diese Woche warteten gleich 3 Kulturschocks auf mich. Als erstes gingen die Mädchen am Freitag in die katholische Kirche  und ich dachte mir, bei Gelegenheit könnte ich da ja auch mal hineinluschern. Doch irgendwie war mir auf dem Weg zur Kirche schon nicht ganz gut, da die Mädels alle herausgeputzt aussahen und die schönsten Röcke herausgesucht hatten für dieses Highlight. Als ich an mir hinuntersah musste ich feststellen, dass ich nicht besonders festlich gekleidet war. Schlabber-Tshirt und Leggings gehören glaube ich nicht zu den Kirchenoutfits der Singhalesen. Nun gut, dachte ich mir, geh ich doch trotzdem mal mit rein und gucke, was passiert. Als ich in der Kirche war, war ich nach einer halben Stunde von Blicken erschlagen und fühlte mich sehr unwohl,  sodass ich dann bei einer Gebetspause meine Chance ergriff und flüchtete. Unsere Matron hier im Heim sagte mir, dass sei in Ordnung.  Mein Fazit daraus ist, dass die katholische Kirche in Sri Lanka noch einmal einen ganz anderen Stellenwert hat, als die in Deutschland oder Europa. Ich kenne viele Katholiken, die mir mal etwas von ihren Gottesdiensten erzählen (wenn sie denn hingehen), doch das klang nie so streng wie hier in Sri Lanka. Ich selber bin ja jetzt auch nicht wirklich der Kirchengänger, außer an Weihnachten, deswegen fand ich die katholische Kirche nicht so aufregend. Doch die Mädchen finden das total toll und dann findet man so einen Ausflug auch schön, wenn man sieht,  wie sehr sich die Mädels freuen. 

Ein paar Tage später wurde ich von der Matron gefragt, ob ich heute mit in den buddhistischen Tempel möchte. Ich war  total begeistert, weil das ja etwas völlig anderes ist, weg von Jesus und der Bibel. Doch wieder einmal musste ich feststellen, dass die Mädels um einiges schicker aussahen als ich und die Buddhisten unter ihnen weiß gekleidet waren. Ich hingegen hatte eine schwarze (zum Glück lange) Hose  und ein graues Tshirt mit bunter Aufschrift an haha. Vorsichtshalber habe ich dann die Matron gefragt, ob ich so denn überhaupt angemessen aussehe für einen Besuch bei Buddha, aber sie meinte, ich sehe gut aus. Gut, also ging es ab in den Tempel der genau wie die Kirche nicht weit vom Heim entfernt lag. Dort angekommen musste man seine Schuhe vor dem Tempelgelände ausziehen und wir fingen an, alle hintereinander gereiht zuerst zu verschiedenen kleinen Buddhas zu gehen und uns zu verbeugen und danach schreiteten  wir zum  MEGABUDDHA. Der war bestimmt 25 Meter groß und vegetierte auf einem Hochsitz. Ich fand das irgendwie cool, das war sehr beeindruckend. Na klar, beim evangelischen Gottesdienst betet man auch das Kreuz an,  an dem auch manchmal Jesus hängt, doch nie ist Jesus 25 Meter groß und wirkt einschüchternd. Nachdem die buddhistischen Mädels gebetet hatten, züdendeten wir alle eine ölkerze an und danach zeigten mir die Mädels den Baum mit den Blüten, von denen man sagt, dass Buddha in einer geboren wurde. Sehr interessante Vorstellung, aber da sind die Christen mit der unbefleckten Empfängnis auch gar nicht so weit weg. Am Ende erzählte mir Dinesha noch, was es damit auf sich hat, wenn man einen Krug Wasser in die Hand nimmt und 7 mal um Buddha herum läuft. Wenn man dies macht,  wünscht man sich dabei durchgehend etwas und gießt das Wasser danach in den Brunnen. Dinesha hat mir verraten, dass sie sich gewünscht hat gut in der Schule zu sein. Eine sehr interessante Erfahrung so ein Tempelbesuch. Zum Schluss haben alle Mädels und ich noch ein kleines weißes Bändchen um das Handgelenk bekommen, wenn dieses abfällt, wird es höchste Zeit wieder Buddha zu besuchen.


Als letzten Ausflug kam das singhalesische Kino. Ich wollte natürlich gerne mit, weil zu diesem Ausflug auch das erste Mal busfahren gehörte. Wir machten uns gegen 14 Uhr auf den Weg zur Bushaltestelle und als schließlich der Mini-Bus kam, war er schon bis oben hin voll, doch der Busfahrer grinste nur freundlich und winkte uns 20 fröhlich hinein. Nun gut, zur Not gibt es ja noch ein Dach. Während der chaotischen Busfahrt machten wir ungefähr 3 Vollbremsungen, weil Leute von hinten riefen, sie müssten jetzt raus, oder weil der Bus fast ein Tuktuk gerammt hätte. Das hat Spaß gemacht. Im Kino angekommen musste ich erst mal ein bisschen schmunzeln, sah nicht so aus wie ein deutsches Kino, eher wie eine Art Tempel, aber ich habe mich sehr auf den Film gefreut. Als dann auch endlich alle Mädels einen Platz gefunden hatten, begann auch der Film. Zu dem Film kann ich, aufgrund meines nicht vorhandenen Singhalesisch, nur sagen, dass er anscheinend der Lacher schlecht hin war. Udeshika hinter mir ist fast von ihrem Kinostuhl gefallen. War auf jeden Fall witzig, einen 3 stündigen Film zu gucken der ca 10 mal seine Handlung ändert. Zwischendurch gab es eine Pause, in der uns die Matron was zum Knabbern besorgte und ich feststellen musste, dass mich beim Getränkefenster niemand bedienen wollte, sondern mich alle anstarrten und dann die Person hinter mir bedienten. Schließlich habe ich dann doch noch mein Wasser bekommen. Nach dem Film ging es nach Hause und ich muss sagen, dass diese Woche eine sehr aufregende war. Nicht nur für mich, sondern auch für die Mädels, die viele Ausflüge gemacht haben, bei denen sie viel Spaß hatten.


Nach diesem `Kulturschock` diese Woche, habe ich mich heute sehr gefreut, als ich mein Paket von der Marawila Post abgeholt habe, wo leckere Salami und auch Frühstücksfleisch, sowie eine Rindersuppe, Gummibärchen und 2 Bücher drin waren, danke Mami! Das gab mir dann ein heimisches Gefühl. Alles in allem war das eine wunderschöne Woche und ich hoffe es folgen noch viele weitere dieser Sorte!


Liebe Grüße aus Sri Lanka
Lisi









Library sauber machen und kontrollieren

Mittwoch, 10. August 2011

Autan, mein Retter!

Huhu Familie und Freunde,


Ich wollte mich noch einmal fuer das ganze Autan bedanken ohne wuerde ich aussehen, wie ein Rosinenbroetchen ahahah. Ne was ich eigentlich erzaehlen wollte , ich hab mich abends natuerlich wieder gruendlich mit Autan eingerieben und wache am naechsten Tag auf unter meinem Moskitonetz und dachte nur ohhh mein Gott. Dann sah ich das kleine Elend an meinem Ellenbogen. Nicht ein Mueckenstich, nicht zwei Mueckenstiche NEIN SECHS MUECKENSTICHE auf dem Ellenbogen. Ich dachte mir nur wunderbar Lisa das wird ein Spass. Dann hab ich das Frank und Julia gezeigt und die meinten nur, dass ich wohl mit dem Ellenbogen gegen das Netz gekommen sein muss. Die Viecher sind wie Pirajas,  du beruehrst nur die Wasseroberflaeche und deine Hand ist weg. Genauso die Muecken. Die riechen Menschenblut und stechen wirr drauf los was das Zeug haelt.
Naja anfangs hatte ich jedenfalls weniger Mueckenstiche als jetzt. Aber ich bin auch einen Tag nicht ins Heim gefahren letzte Woche, da es mir nicht so gut ging. Hatte mir eine Erkaeltung eingefangen, die aber nicht so ganz ohne war...Ich war super schlapp und bin dann lieber zu Hause geblieben. Viele Kiddies sind schon nach Hause zu ihren Verwandten ueber die Ferien und nur 15 Kinder bleiben die ganze Ferienzeit im Heim. Ich werde hier Abends total zum Lesetier hab ein Buch mit 600 Seiten in einer Woche geschafft das ist fuer mich auf jeden Fall ein neuer Rekord. Dann habe ich gleich Mama angerufen weil unser Internet zur Zeit zu Hause nicht funktioniert, (man munkelt eine Kokusnuss sei auf die Leitung gefallen!) und eine Buecher-Nachbestellung aufgegeben und ein bisschen Wurst hat sie mir eingepackt JUHUUU.  Vorgestern waren wir mit den Maedels am Strand. Das ist in den Ferien einfacher, weil es dann meistens nur 20 Maedels sind auf die man aufpassen muss, anstatt 40. Das war ein sehr schoenes Erlebnis und ich hoffe, dass das bald wiederholt wird. Die aelteren Maedels haben sich eine Stunde gegenseitig in das Meer gezerrt und haben sich so richtig ausgetobt, hat super Spasas gemacht zuzuehen. Ich bin dann auch ins Wasser und musste feststellen, dass ich nicht einmal merkte, dass ich nass war. Das Wasser war unglaublich warm sooo schoen, aber mit Bikini und zack an Strand ist hier leider nichts ;)

Gestern durfte ich frueh gehen, da die Maedels alle beschaeftigt waren und zufrieden. Ich habe mich dann auf die Terrasse gesetzt und versucht jeden Sonnenstrahl einzufangen. In der prallen Sonne kann man aber leider nicht laenger als 1 Minute sitzen aber ich hielt es aus und aergerte mich 5 Minuten spaeter, als es bewoelkt wurde. Die zweite Woche, hatte ich das Gefuehl, ist an mir vorbei gesprintet und mal sehen was noch alles so kommt :)
Liebe Gruesse aus Sri Lanka

Lisi





Donnerstag, 4. August 2011

Die erste Woche geht zu Ende :)



Hallöchen Freunde der Sonne:)



Meine erste Woche in Sri Lanka und dem Angels Home ist nun vorbei und da dachte ich mir es sei mal wieder an der Zeit euch einen Zwischenstand zu liefern. Ich denke ich habe mich recht schnell hier eingelebt, damit meine ich nicht nur das leckere Essen, sondern auch das Klima, die Zeitumstellung und einige Macken der Singhalesen zu verstehen.
Fange ich erst mal damit an, dass Anika jetzt weg ist und mich mit Frank und Julia allein gelassen hat, keine Ahnung was sie sich dabei gedacht hat. ;) Anika hat mich hier ein wenig eingearbeitet und mir gezeigt, wie ich mich gut zu Hause eingliedern kann. Was sie mir allerdings verschwiegen hat ist, dass es ganz normal ist aufzuwachen und 3 dicke Hornissen schweben durch das Zimmer. Mach dir keinen Kopf Anika, ich bin stark! Anfangs war ich immer schon super früh wach von der Hitze und auch von den Geräuschen von draußen. Aber so die letzten zwei Tage muss ich mindestens einmal auf meinen `snooze` Knopf auf dem Handy drücken, bevor ich den Kälteschock im Bad auf mich nehmen kann. Das Wasser ist hier natürlich kalt, zuerst war das eher unangenehm aber jetzt könnte ich mir nicht vorstellen bei schönen 41,5 Grad zu duschen. Nachdem ich fertig bin mit waschen und allem, mache ich mir mein Diät Frühstück. Eine Scheibe Toast mit Tomate und einen Kaffee. Ich würde natürlich lieber dick Spiegelei mit Speck und Bohnen und Krabbensalat futtern, aber erstens ist der Supermarket hier sehr auf Käse reduziert, also Salami ist für die ein Fremdwort, und zweitens würde ich dann in 2 Wochen aussehen wie eine Murmel. Nach meinem Frühstück fahre ich dann mit dem Fahrrad wie jeden Morgen ins Heim, jetzt nur leider allein, da Anika Sri Lanka erkunden will. Meine Hinfahrt ist meistens nicht so angenehm, da es sehr nach Fisch muffelt, (die Fischer verkaufen ihren Fisch direkt an der Beachroad,), es super warm ist und ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Fischer mir wirklich nur ihren Fisch verkaufen wollen. Genauso finden einige Rollerfahrer hier es besonders witzig, selbst wenn ich ganz eng am Rand fahre und der Rest der Straße leer ist, ganz langsam und dicht an mich ranzufahren und dann volle Kanne zu hupen. Das ist immer ein Spaß sag ich euch. Endlich im Heim angekommen, kann man eigentlich nur noch lächeln wenn die süßen Kinder, die aufgrund ihrer Ferien morgens schon im heim sind, auf dich zulaufen und dich begrüßen GOOD MORNING LISA! Dann schlüpfe ich schnell in meinen Rock und das passende Shirt und gebe den Mädels ihre Spiele heraus, denn darauf warten sie eigentlich schon den ganzen Morgen. Julia meint, die Praktikantinnen sind die Meister der Spiele. Dann spiele ich ein wenig mit ihnen bis ich merke, dass alle beschäftigt sind. Während die Kiddies spielen gehe ich erst mal herum und kontrolliere, ob auch die Schränke gut aufgeräumt sind. Am witzigsten finde ich dabei die Kiddies, die ihre nicht zusammengelegten Kleider im untersten regal ganz hinten in die Ecke verfrachten und ernsthaft glauben ich würde mich nicht bücken! Nach der täglichen Kontrolle bin ich dann mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt, bis die anderen Mädels ab 12 auch aus der Schule zurückkommen. Dann begleite ich sie beim Waschen und freue mich dann auf das anschließende Mittagessen :) Um 3 Uhr sind normalerweise die English classes, da jetzt aber bald alle Ferien haben, fallen die erst mal weg. Nach der Teatime um 16 Uhr gehts dann auch bald ans Kabaddi spielen, immer wieder ein Highlight! Für mich persönlich ist auch der Weg nach Hause beim Sonnenuntergang und ohne Fischgeruch und Hitze ein toller Moment oder auch wenn die Kinder an der Beachroad vor ihren Palmenhäusern sitzen und bye rufen. Jeden Abend sitzt man dann auf dem Bett und betrachtet seine Kampfmale vom Kabaddi  bevor man todmüde ins Bett fällt.
Heute ist Kabaddi allerdings ausgefallen, da ich nach einer kuriosen Schlangenjagd, die Hund Buddy dann für uns beendete, mit den Mädels auf der kleinen Bühne zu Hindi-Musik getanzt habe. Hauptsache ich war super am schwitzen und Shanika und Udeshika grade beim Aufwärmprogramm! Die Mädels sind wirklich tolle Tänzerinnen, da können sich einige Deutsche noch eine Scheibe von abschneiden.

Gestern war ich mit Christie dem Tuk Tuk Driver noch in Marawila und musste noch ein wenig Geld wechseln. Auf dem immer spektakulären Adrenalintrip im Tuk Tuk kam aus einer Seitenstraße plötzliche eine Kuh galoppiert. Bei genauerem Hinsehen, erkannte ich, dass dahinter ihr Herrchen die Leine der Kuh hielt. Da sag nochmal einer Sri Lanka sei ein Entwicklungsland!! Während wir noch Gassi gehen mit Hunden führen die schon Kühe aus. Ich würde mal sagen, da sind sie uns um einiges voraus hihi.

So das reicht erst mal für heute.

Lieeeebe Grüße aus Sri Lanka !

Montag, 1. August 2011

Bildchen :)

Playing memory :)

Jack-fruit schälen yummmy

Kokusnuss ausschaben fürs Currie

Die kleine Achini

Mein Ausblick auf dem Heimweg :)